Triathlon Coach Roy Hinnen

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Roy Hinnen News sind für den Ausdauersportler. Hier findest du Gedanken und Ideen von Roy Hinnen, bevor sie irgendwo anders veröffentlicht werden.
30 Jahre Triathlon Erfahrung, PB IRONMAN 8.35h, 5 x Schweizer Meister, Autor von TRIATHLON TOTAL,Veganer, ZEN-Praktizerender und Life-Coach.


Höhentraining im Zelt


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Höhentraining mit Zelt:
Höhentraining hat sich in nahezu allen Ausdauersportarten zu einem festen Bestandteil erfolgreicher Wettkampfvorbereitung etabliert, denn das verringerte Sauerstoffangebot kann zahlreiche positive Anpassungsprozesse in Gang setzen. Als am wichtigsten erachte ich die stark erhöhte Produktion von Wachstumshormon. Die Ausschüttung geschieht über Nacht, wenn der Körper auch die vom Training leicht geschädigten Muskelzellen repariert. Dies in Verbindung mit „Höhenluft“ erscheint mir ideal zu sein. Hier eine Übersicht mit 3 Anwendungsbeispielen:

• Übernachtung im Höhenzelt (sleep high, train low)
• Training mit der Maske, IHT (Intermittent Hypoxic Training) Passiv
• Training mit der Maske, IHT (Intermittent Hypoxic Training) Aktiv


• Übernachtung im Höhenzelt Drei Phasen erfolgen:
Tag eins bis sieben auf 1600 m ü. M., Tag sieben bis 14 auf 1600–1700 m ü. M.,und Tag 14 bis Tag 31 auf 1700–1800 m ü. M. Ich empfehle, bis zwei Tage vor dem Wettkampf im Höhenzelt zu übernachten, falls eine kurze Anreise zum Wettkampf dies erlaubt. Die letzten zwei Nächte vor dem Rennen werden ohne Höhenzelt geschlafen. Pulsoximeter die Sauerstoffsättigung im Blut messen. In jeder der drei Phasen sollte die Sauerstoffsättigung zwischen 90–92 Prozent liegen. Fällt sie unter 90 Prozent, reduziere die Höhe im Zelt. Es braucht 10h pro Tag mal 4 Wochen im Zelt:

• Training mit der Maske Aktiv
, Beim aktiven Training mit der Maske, am besten auf der Rolle werden 60-90 Minuten locker gefahren sodass die Sättigung auf ca. 88% (1800müm) kommt und 1 x in der Woche Gefahren. 1 x in der Woche werden sehr intensive Intervalle mit langen Pausen gefahren. Hier liegt das Erfolgsgeheimnis im Wechselspiel von sauerstoffreduzierter Luft und einem all-out Einsatz über 30 Sekunden mit Pausen an der normalen Umgebungsluft. Ich lasse die Athleten acht Mal 30 Sekunden mit der Maske allout fahren 3000müm), mit fünf Minuten Pause an der normalen Umgebungsluft. Als Steigerung kann die Maske auch anbehalten werden, wobei dann die Pause auf zehn Minuten verlängert werden muss. Es dauert mehrere Minuten, bis sich der Körper von der Belastung auf dem Rad wieder erholt hat und für das nächste Intervall bereit ist. Diese extreme Belastung löst, wenn sie richtig umgesetzt wird, positive Adaptionen im Körper aus. Aber Achtung: Kontrolliere deine Sauerstoffsättigung mit dem Pulsoximeter und gehe nicht unter 78–80 Prozent.

• Training mit der Maske Passiv,
beim Atmen über eine Maske mit Schlauchverbindung wird in Ruhe eine Höhe von ca. 3750–4000 m ü. M. angestrebt. Ich lasse die Athleten dieses passive Training zwei Mal 90 Minuten pro Woche ausführen. Die Höhe wird dabei so geregelt, dass die Sauerstoffsättigung des Blutes auf ca. 80–85 Prozent fällt.

Kritik kommt von der Seite die Höhentraining exklusiv für sich beanspruchen wollen? Simulierte Höhe/Hypoxie in einem Zelt gibt den Sportlern eine Möglichkeit auf legalem Weg zu verbessern, sofern sie auf Höhe überhaupt ansprechen. Höhentraining ist aber für alle da!

Vorteile vom Schlafen im Höhenzelt
• Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme um bis zu sechs Prozent
• Erhöhter Fettstoffwechsel
• Kann im gewohnten sozialen Umfeld ins Training integriert werden
• Kostenersparnis im Vergleich zu herkömmlichem Höhentraining?

Zum Video:





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