ruedi baumann

Ruedi Baumann

Seit gut 5 Jahren bin ich bei Roy Hinnen im Triathloncoaching. Waren es die ersten 2 Jahre noch 2-3 Wettkämpfe pro Jahr, sind es mittlerweile zwischen 7-9 Einsätze auf nationaler wie auch internationaler Ebene.

Während dieser Zeit durfte ich viele Fassetten von Roy, trainingstechnisch wie auch persönlich, aus verschiedenen Perspektiven kennen lernen. Besonders seine selbstentwickelten Formeln erlebte ich, eingebaut in meine von ihm zusammengestellten Trainingspläne, hautnah. Teilweise mit mehr aber auch mal mit weniger „Pain“. Da gab es das ein und andere Trainingsset, welches mir nicht immer „nur“ ein Lächeln aufs Gesicht zauberte! Für die Ziele 2016 (age group EM Lissabon, IM 70,3 Rapperswil, Halbdistanz Locarno und Challenge Mallorca 70,3) hat Roy die Raceformeln im Trainingsplan integriert.

Haften blieb mitunter StrengHill-1; hierbei wurden neue Reize gesetzt im Sinne von, zuerst Laufen und dann Radfahren, ich dachte mir da nur, wieso denn das – im Triathlon ist es schlussendlich gerade umgekehrt! Die Antwort bekam ich dann jedoch sehr schnell bei der Ausführung des Trainingssets. Es war äusserst interessant festzustellen, wie der Körper (mental wie auch physisch) darauf reagierte. Denn eine Vorbelastung wie beim herkömmlichen Koppeltraining (Rad – Laufen) kannte ich ja bestens. Aber ein Radtraining am Berg nach 5x1km mit Tempovorgabe und genau definierten Trabpausen auf der 400m Rundbahn, war dann für den Kopf wie auch die Beinmuskulatur bei den ersten paar Radeinheiten eine Herausforderung anderer Art.

12 x 2Min mit Watt- und Kadenzvorgaben standen an, aber meine Beine waren da von der intensiven Laufeinheit doch schon etwas angesäuert. Diese Bergkrafteinheit ist in umgekehrter Reihenfolge eigentlich schon hart genug, nur wie soll ich nun diese im aktuellen „Zustand“ bewältigen? Ich benötigte dann doch so 2-3 Repetitionen, bis ich meinen gewohnten „Tritt“ fand. Dabei musste ich mit „Kopfkino“ massive Mentalarbeit leisten, um das Training nicht frühzeitig abzubrechen. Interessanterweise habe ich während der gesamten Einheit keinen Totaleinbruch wegen Müdigkeit erlitten. Ab der Repetition 4 – 12 blieben die Werte (Watt, Kadenz und Puls) konstant.

Durch die innovative Vorgehensweise von Roy, der gerne mal was Unkonventionelles in die Trainingspläne einbaut, schafft er es, der monoton werdende Trainingsablauf aufzubrechen und so die Motivation und Freude des Athleten am Leben zu erhalten. Ich bin überzeugt, genau durch solche Vorgehensweisen von Roy, dass ich als Athlet mich immer wieder selbst kennen lernen musste. Auch wenn die Adaptierung an das „Neu“ nicht immer einfach fiel, bin ich überzeugt, dass es genau das brauchte um mich wieder einen Schritt weiter zu bringen…